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Bullenbote

Ausgabe I-2017

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Höchstädter Hornlosbullen

09.08.2016

Neues aus der Zuchtwertschätzung für Nordschwaben

am heutigen Dienstag wurden die Zuchtwerte der zweiten Zuchtwertschätzung im Jahr 2016 veröffentlicht. Mit einigen interessanten Neueinsteigern können wir unser Bullenangebot in Höchstädt weiter bereichern.

Ein Phänomen ist EVEREST 179900, der sich endgültig am Fleckvieh-Olymp der Nachkommen geprüften Bullen festgesetzt hat. Entgegen der Abschreibung, die diesmal beim gGZW bei 0,6 Punkten lag, steigert er sich um 2 Punkte auf nun sagenhafte 135 im gGZW und 133 im Milchwert. Mit +1.472 kg führt er wie gehabt die Liste aller Fleckviehbullen in diesem Merkmal an. Der leichtkalbige Fundamentvererber überzeugt zudem mit einer hervorragenden Melkbarkeit (122).

Der höchste Neueinsteiger WEYDEN 193190 (Wyoming x Gebalot) kann seine Werte vom April im gGZW von 126 und MW von 115 auch als frisch Nachkommen geprüfter Bulle bestätigen. In der Milchleistung bringen WEYDEN seine Töchter einen Leistungszuwachs auf nun +445 kg bei +0,20 % Fett und -0,06 % Eiweiß. Im Euter liest sich WEYDEN mit 102 ausgeglichen. Hervorzuheben ist aber der sehr hohe Euterboden mit 117 sowie die etwas kräftigeren Zitzen seiner Töchter, was ihn von seinen Halbgbrüdern abhebt und sicherlich für die Anpaarung auf Ihre Kühe interessant macht. WEYDEN ist für die „Gezielte Paarung“ in Bayern vorgesehen.

GESICO`s Weg führt wie gewohnt mit jeder ZWS weiter nach oben. Auch dieses Mal konnte er sich auf nun gGZW 124 und MW 111 bei +510 kg wieder steigern. Der leichtkalbige Allrounder wirbt mit hervorragendem Exterieur (106/110/115/115) für einen breiten Einsatz. Überragend in allen Fitnessmerkmalen hätte GESICO 179803 sicherlich einen Einsatz auf Bullenmütter verdient, um interessante Söhne von ihm prüfen zu können.

Unser Shootingstar vom April, PERON 189775, konnte sich bestätigen und zählt mit seinem gGZW von 122, MW von 120 bei +986 kg Milch nach wie vor zu den Leistungsvererbern. In allen Fitnessmerkmalen positiv erfreut sich PERON als Euterverbesserer (116) weiterhin großer Beliebtheit.

Mit SAMLAS 166944 schafft es der erste Samland-Sohn bei uns in die Rubrik der Nachkommen geprüften Bullen. Er empfiehlt sich schon allein durch den GZW von 121 und MW von 115 bei +499 kg Milch bei ausgeglichenem Exterieur für Ihre Anpaarungen. Was den leichtkalbigen (111) SAMLAS aber sicherlich noch viel interessanter macht, ist der phänomenale Fleischwert von 130 Punkten! Das ist gelebte Doppelnutzung. SAMLAS bringt großrahmige Töchter (110), die auf sehr guten Fundamenten stehen und die hohen Euter (EB 112) sind mit auffallend kräftigen Strichen versehen.

DISTANZ 170700 (Dextro x Zahner), die leistungssichere (+1.079 kg) Linienalternative bleibt in seinen Zuchtwerten stabil. Da sein Spermavorrat sich dem Ende zuneigt, wird dieser interessante Bulle wohl das letzte Mal bei uns in der Empfehlung erscheinen.

Der Wonderfull-Sohn WONDERBULL 186386 startet mit gGZW 117, +572 kg Milch und einem FW von 110. In seiner ausgeglichenen Vererbung sollte lediglich das schwache Zentralband (73) sowie die Strichstellung hinten beachtet werden. Die knapp mittelrahmigen WONDERBULL-Töchter stehen auf guten Fundamenten.

Der mit großem Abstand über alle Stationen exterieurstärkste Mertin-Sohn heißt MERBACH 163450 und steht bei uns in Höchstädt. Der leichtkalbige (Kvp. 115) Allrounder lässt beim äußeren Erscheinungsbild seiner Töchter keine Wünsche offen. Gut mittelrahmig (R 106) überzeugen seine Töchter mit einem äußerst ansprechenden Fundament von 117 sowie exzellenten Eutern von 120. Dabei sticht der extrem hohe Euterboden von 120 ins Auge. Er eignet sich optimal zur Anpaarung auf EVEREST-Töchter.

OSCORAN 193187 ist ein späterer Huascaran-Sohn und wirbt als Allrounder um die Gunst ihrer Kalbinnen (Kvp. 120) und Kühe. Mit +684 kg und einem FW von 120 steht der dunkel gedeckte OSCORAN voll im Doppelnutzungstyp. Ein fehlerfreies Exterieur (102/94/106/112), bei dem die sehr schönen Euter mit kräftigeren Strichen zu betonen sind, sind Argumente, die Landwirt zufrieden stellen.

In gewohnter Weiße haben wir auch dieses Mal die Bullen in der Kategorie der genomischen Jungvererber stärker ausgetauscht, da wir immer zu einer Streuung in diesem Segment raten.

Der Symposium-Sohn SISYPHUS 180561 ist der neue Listenführer in unserer Empfehlung. Sein sehr hoher gGZW von 136, MW von 128, FW von 111 und FIT-ZW von 118 bringen dem wahrscheinlich leichtkalbigen (Kvp. 121 bei 60%Si.) Serano-Enkel die Pole Position. Ihm wird ein fehlerfreies Vererbungsprofil mit MBK 109 und ZZ 114 sowie Persistenz 115 prophezeit, in dem das Euter mit einem ZW von 121 das Prunkstück ist.

Der WATT-Sohn WATTMEER 180550, gezüchtet aus einer äußerst exterieurstarken Kuhfamilie, hält sich in den Listen ebenfalls auffallend gut. Mit dem sehr hoher gGZW von 136, MW von 122, FW von 113 und FIT-ZW von 126 überzeugt er in allen Hauptzuchtwerten. Er wird wohl mit einem vorhergesagten Zuchtwert von 119 für Zellzahl die Eutergesundheit in ihren Herden verbessern. Zudem scheint das starke Exterieur seiner Kuhfamilie auch in seinen Genen verankert zu sein (111/102/108/115).

Einen Hutera-Sohn der Extraklasse konnten wir aus Österreich zu uns ins Schwabenland lotsen. HUGOBOSS 606193 hebt sich vor allem durch sein einzigartiges Exterieur von der Vielzahl seiner Halbgeschwister ab. Mit einer einmaligen Fundamentvererbung von 127 sticht er seine Halbgeschwister in diesem Merkmal aus und kann dazu mit einem vorgeschätzten Euter von 121 auch in diesem wichtigen Merkmal überzeugen. Sein gGZW von 134, MW von 129 bei +1.061 kg Milch sowie eine auffallend gute Melkbarkeit von 121 sprechen für diesen Ausnahmebullen.

Ebenfalls neu dabei ist der Watt-Sohn WATTGOLD 180580, der aus einer extrem kalibrigen und leistungsstarken Humpert-Tochter gezüchtet ist. gGZW 134, MW 128, FW 119 scheinen ihm beste Argumente als Doppelnutzungsbulle zu bringen. Der großrahmige Stier weist ein ausgeglichenes genomisches Exterieur (115/101/107/112) auf.

Unseren Königstransfer vom letzten Sommer, ZEPTER 173130 (Zaspin x Hutoed) haben wir aufgrund der anhaltend angespannten Preissituation am Milchmarkt für unsere Mitglieder im Preis gesenkt und bieten ihn für einen Aufpreis von nur 3€ an. Aufgrund der äußerst seltenen Linienführung und seinem ausgeglichenem Vererbungsprofil in allen Merkmalen kann er breit eingesetzt werden.

Neu in der Empfehlung ist der Mint-Sohn MILAN 856901, der aus einer bewährten Kuh mit bereits positiv Nachkommen geprüften Halbbrüdern gezüchtet ist. Sein gGZW liegt bei 130 und FIT-ZW bei 123. Sein Spezialgebiet neben einer exzellenten Eutervererbung (129) sind die hoch positiven Zuchtwerte für Melkbarkeit (117) UND Zellzahl (118). Mit diesen wichtigen Eigenschaften ist MILAN für jeden Betrieb eine Bereicherung.

Ein sehr interessanter Neuzugang ist der Impression-Sohn IMPULSIV 190415 (MV Gebalot). Er stammt aus einer extrem langlebigen, schauerfahrenen und bekannten Kuhfamilie. Im Pedigree von IMPULSIV finden sich in direkter Generationenfolge drei 100.000 Liter-Kühe, wovon die bekannte Horwein-Tochter Hanover (Mutter von Manitoba) den Anfang machte. IMPULSIV`s MW liegt bei 122, seine Melkbarkeit bei 114 und das Euter ist mit 117 deutlich im positiven Bereich beschrieben.

In der Kategorie der natürlich hornlosen Bullen tauchen mit WALLOS PS und REINERBIG PP zwei alte Bekannte - jetzt neu Nachkommen geprüft- wieder auf.

Der sehr späte Wal-Sohn WALLOS PS 179939 (MV Hochkogl) ist frei von den weit verbreiteten Linien in der Hornloszucht. Seine Töchter bringen ihm einen Zuwachs in der Milch auf nun +712 kg Milch. Er ist für einen Nachkommen geprüften Hornlosbullen in allen Merkmalen sehr gut ausgeglichen. Seine mittelrahmigen Töchter stehen auf korrektem Fundament (104) und die Euter (107) sind ebenfalls im erwünschten Bereich. Besonders erfreulich ist, dass er in Melkbarkeit mit 108 und Strichplatzierung vorn mit 101 die bekannten Schwächen seines Vaters mehr als nur ausgleicht. Diesen wertvollen Nachkommen geprüften Hornlosbullen bieten wir unseren Mitgliedern zum Grundpreis an.

REINERBIG PP 164630 ist aktuell der beste Nachkommen geprüfte, homozygot hornlose Fleckviehbulle. Deshalb haben wir ihn trotz Anlage der genetischen Besonderheit ZDL in der Liste mit aufgenommen. Dies gilt es unbedingt bei der Anpaarung zu beachten, auch wenn die Genfrequenz in der Population für ZDL äußerst niedrig ist. Der gGZW von REINERBIG PP liegt bei 108, sein MW bei 101 und FW bei 113. Seine Töchter sind mittelrahmig (R 105), extrem gut bemuskelt (122) und die Fundamente sind zwar derb, jedoch mit guter Fessel ausgestattet. Die hohen Euter (EB 114) sind mit ideal ausgeprägten Zitzen versehen, die allerdings hinten stärker gespreizt sind.

VOLLGAS PS 200000 hält seinen genomischen gGZW von 127 und MW von 122 bei einem FW von 118 konstant. Jetzt mit einem abgesicherten Kalbeverlauf von 113 (95% Si.) kann dieser Allrounder auch als Leichtkalbebulle verwendet werden.

Mit diesem breiten Angebot an Spitzenbullen in allen Kategorien sind wir überzeugt, dass Sie für jede Kuh den passenden Anpaarungspartner finden. Wir möchten Sie an dieser Stelle schon heute einladen uns auf dem ZLF in München am Stand der VFR zu besuchen, um uns gerne vor Ort persönlich mit Ihnen über unsere Bullen auszutauschen.

Ihr
Benjamin Köhnlein
Zucht & Beratung

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